Zellen als Fabriken des Lebens

Das Leben ist schön. Hoffentlich. Aber an dieser Stelle sollte man sich zunächst in Erinnerung rufen, dass es biologisch gesehen beim "Leben" nicht darum geht, schön, chillig und spaßig zu sein. Ganz nüchtern betrachtet geht es beim Leben darum, dass sich ein Organismus selbst erhalten kann, sich fortpflanzen kann und dabei auch noch Merkmale an seine Nachkommen vererben kann. Der letzte Aspekt, die Vererbung oder Genetik, ist für die Biologie eigentlich besonders wichtig, wird aber genauer erst wieder im Jahrgang 12 behandelt. Für die Zellbiologie stehen die ersten beiden Aspekte im Vordergrund.

Alles, was eine einzelne Zelle tut, dient dazu, sich kurz- und mittelfristig selbst zu erhalten und sich langfristig zu vermehren. Rein technisch betrachtet muss eine Zelle also ihre eigene Substanz aufbauen können, zusammen- und intakt halten können, defekte Bestandteile reparieren und erneuern können, und langfristig muss sie in der Lage sein, neue Zellen zu bilden. Demzufolge ist die Zelle eine große Produktionsanlage für ihre eigenen, zellulären Bestandteile. Aus diesem Grund werden Zellen oft als "Fabriken des Lebens" bezeichnet.

Fabrik

Auch wenn eine Zelle auf den ersten Blick natürlich viel kleiner, zarter und andersartiger aussieht als eine Fabrik und die Luft mit weniger schwarzem Qualm verpestet, gibt es im Inneren viele Parallelen. Betrachten wir dies einmal im Überblick:

Zellen und Fabriken brauchen ...

Im Folgenden betrachten wir die einzelnen Bestandteile genauer!

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