Zellen sind die Grundbausteine aller Lebewesen. Manche Lebewesen bestehen nur aus einer einzelnen Zelle, die meisten aus vielen. Ein Mensch besteht Schätzungen zufolge aus 100 Billionen Zellen. Trennt man von Vielzellern eine einzelne Zelle ab und bewahrt sie unter geeigneten Bedingungen auf, dann ist sie alleine weiter lebensfähig (nicht unbedingt unbegrenzt lange, aber immerhin), und oft kann man auch erreichen, dass sie sich teilt, also neues Gewebe bildet. Daher sagt man: Zellen sind die kleinste lebensfähige Einheit des Lebens.
Alle Bestandteile einer Zelle, die sog. Organellen, kann man zwar abtrennen und auch eine gewisse Zeit so aufbewahren, dass sie noch ihre Funktion weiter erfüllen; sie zeigen dann aber nicht alle Kennzeichen eines Lebewesens.
Der Grundbauplan einer Zelle ist bei allen Lebewesen verblüffend ähnlich. Egal ob Meerschweinchen, Löwe, Löwenzahn oder Gänseblümchen – die Zellen sind so ähnlich, dass man sie als Laie vielleicht auf den ersten Blick gar nicht unterscheiden könnte.
Diese beiden Aspekte (kleinste lebensfähige Einheit, einheitlicher Aufbau bei allen Lebewesen) machen „Zellen" zu etwas, was man als Biologin oder Biologe einfach kennen muss. Deshalb führt auch für dich kein Weg daran vorbei. Das Ziel dieses Tutorials ist es daher, deine Grundkenntnisse aufzufrischen und hier und da vielleicht zu vertiefen, sodass du für den Bio-Unterricht der nächsten drei Jahre ausreichende Grundkenntnisse hast.
Das, was du dafür wissen musst, weiß man wissenschaftlich schon seit Jahrzehnten. Das heißt aber nicht, dass man heute schon alles über Zellen wüsste – ganz im Gegenteil. Je tiefer man in die Zelle eintaucht, desto mehr Unklarheiten gibt es auch heute noch. Der Forschungszweig, der sich mit diesen noch unbekannten Dingen von Zellen beschäftigt, nennt sich auch Cytologie.
Viel Spaß dabei!