Sicherheits- und Verhaltensregeln beim Experimentieren
Beim Experimentieren gelten grundsätzlich diese Regeln:
- Schutzbrille tragen. Immer! Durchgängig! Auch bei eigenen Experimentierpausen, wenn andere noch experimentieren oder beim Aufräumen. Ausnahme: Beim Mikroskopieren!
- Lange Haare geeignet zusammenbinden!
- Ausreichend Kleidung tragen! Keine Experimente in ausgeprägter Strandbekleidung.
- Laborhandschuhe und Kittel tragen, wenn angegeben; eher unwahrscheinlich!
- Experimentdurchführung auf dem Labortisch bei ausreichend Ordnung und Übersicht ausführen!
- Beim Experimentieren nicht laufen, knien, hüpfen, robben!
- Nicht auf dem Labortisch sitzen!
- Gefahrstoffhinweise und Gefahrstoffsymbole der verwendeten Chemikalien beachten.
- Verwendete Chemikalien und Materialien entsprechend der Angaben entsorgen bzw. aufräumen.
- Die benutzten Geräte und den Arbeitsplatz geeignet säubern. Hierzu ggf. gesonderte Hinweise beachten und/oder nach Augenmaß und gesundem Menschenverstand handeln!
- Sollte beim Experimentieren etwas verschüttet werden oder zu Bruch gehen, so entsprechend der Angaben zur Entsorgung säubern, ggf. Hilfe von der Aufsicht einholen.
Weitere Laborbasics in ungeordneter Folge
- den gleichen Laborlöffel/-spatel oder die gleiche Pipette nicht ungesäubert für mehrere Chemikalien verwenden
- überschüssige Chemikalien nicht zurück in ein Vorratsgefäß geben, sondern nach Entsorgungsangaben verwerfen
- Chemikalien nicht ineinander einwiegen (Zwei Chemikalien A und B benötigt werden, diese in zwei getrennten Behältern abwiegen und dann zusammen geben und mischen. Nicht erst A in ein Becherglas einwiegen und dann B direkt darauf.)
- Versuchsansätze, -proben etc. ausreichend beschriften, sodass im Versuchsverlauf keine Verwechslungen auftreten können
- Bei der Zugabe mehrerer Substanzen zueinander beachten, dass diese sich nicht automatisch schnell vermischen, auch nicht Flüssigkeiten. Gibt man z.B. eine zweite Flüssigkeit zu einer ersten in einem Reagenzglas, vermischen sie sich langsam, aber nicht sofort. Befindet sich unten im Reagenzglas ein zu lösender Feststoff, z.B. ein Salz, löst sich dieses auch nicht sofort vollständig. Daher immer durch Umrühren, Schütteln etc. nachhelfen.
- Verdünnungsfaktor beachten: Gibt man z.B. aus einer hochkonzentrierten Vorratslösung eines Farbstoffes wenige Tropfen zu einer farblosen, flüssigen Probe, so wird sich die Probe in der Regel nicht so satt färben, wie die Vorratslösung. Soll man z.B. die Farbstofflösung "bis zur erkennbaren Färbung" der Probe zugeben, kann eventuell nur eine leichte Färbung gemeint sein. Das kommt auf den Einzelfall an. Mitdenken...
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