Pipettieren im Labor

Pipetten sind weitere wichtige Hilfsgeräte im Labor, wenn es um das präzise Abmessen von Flüssigkeiten geht. Dabei kann man zunächst verschiedene Typen unterscheiden:

Pipetten

Tropfpipetten aus Glas oder Kunststoff (PE)

Messpipetten aus Glas

Vollpipetten

Sowohl Mess- als auch Vollpipetten sind in der Regel Auslaufpipetten. Das bedeutet, die Flüssigkeit läuft durch die Schwerkraft aus und ein kleiner Rest bleibt in der Spitze - das ist normal und einkalkuliert. Nicht ausblasen! Außerdem befindet sich der Nullwert der Skala nahe der Auslauföffnung der Pipette.

Richtiges Pipettieren mit einem Peleusball

Ein Peleusball ist ein Gummiball mit zwei oder drei Ventilen, der beim sicheren und präzisen pipettieren hilft:

  1. Der Ball wird vorsichtig auf die Pipette gesetzt.
  2. Ventil A wird gedrückt, um Luft aus dem Ball zu pressen und so einen Unterdruck zu erzeugen.
  3. Die Pipette nun in die Flüssigkeit halten und Ventil S ("Start") drücken, um Flüssigkeit bis zum gewünschten Volumen einzusagen. Auch hier gilt der unterste Punkt des Meniskus als maßgebliches Volumen.
  4. Pipette dann in das Gefäß überführen, in das die Flüssigkeit pipettiert werden soll und Ventil E ("Exit") drücken, um Flüssigkeit kontrolliert abzugeben.

Häufige Fehler

Das Einsaugen oder Einlaufen von Flüssigkeit in den Peleusball sollte unbedingt vermieden werden. Sollte es dennoch geschehen, dann die Messung sofort abbrechen und die Lehrkraft benachrichtigen. Der Peleusball kann nun nicht ohne gründliche Reinigung weiter verwendet werden.

Sieh dir dieses Video zur Sicherheit noch mal genau an!

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