Auch das Abmessen von Volumina in Messzylindern und Messkolben gehört zu den typischen Grundtechniken im Labor. Beide Geräte dienen der Volumenmessung, werden aber für unterschiedliche Zwecke eingesetzt.
Messzylinder sind Standzylinder mit einer Volumenskala und werden für weniger präzise Messungen verwendet. Sie eignen sich gut für:
Beim Ablesen des Volumens in einem Messzylinder ist es wichtig, den Meniskus auf Augenhöhe zu betrachten. Der untere Rand des Meniskus sollte auf dem gewünschten Teilstrich liegen[1].
Messkolben sind präziser als Messzylinder und werden verwendet für:
Messkolben haben nur eine einzige Ringmarke, die das Nennvolumen kennzeichnet.
Die Wahl der richtigen Größe des Messgefäßes ist entscheidend für die Genauigkeit der Volumenmessung, sowohl bei Messzylindern als auch bei Messkolben.
Bei Messzylindern und Messkolben gilt: Je näher das abzumessende Volumen am maximal zu messendem Volumen des Gefäßes liegt, desto geringer ist der relative Messfehler.
Beispiele:
Der Meniskus ist die Krümmung der Flüssigkeitsoberfläche in einem Messgefäß. Bei wässrigen Lösungen bildet sich ein nach unten gekrümmter Meniskus, da die Flüssigkeit an den Glaswänden hochgezogen wird.
Die Messgefäße sind so geeicht, dass die tiefste Stelle des Flüssigkeitsspiegels abzulesen ist!