Bei der Durchführung von Experimenten sind Kontrollversuche unerlässlich, um die Aussagekraft und Zuverlässigkeit der Testergebnisse zu gewährleisten. Dabei kommen zwei Hauptarten von Kontrollen zum Einsatz: Positivkontrollen und Negativkontrollen (auch Blindprobe genannt). Beide helfen, Störfaktoren auszuschließen und die Ergebnisse eines Tests zu validieren.
Positivkontrollen
Positivkontrollen sind Begleitversuche, die sicherstellen sollen, dass das Test- und Messverfahren unter den gegebenen Bedingungen auch richtig funktioniert. Dazu wird überprüft, ob ein bestimmtes Phänomen auch tatsächlich angezeigt oder gemessen wird, wenn es auftritt. Ohne eine Positivkontrolle könnte es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen, wenn beispielsweise die Testmethode nicht richtig anschlägt, obwohl das gesuchte Phänomen eigentlich eintritt.
Wenn zum Beispiel bei einem Experiment das Vorhandenseins eines Virus in einer Zellprobe festgestellt werden soll, könnte eine Positivkontrolle eine Probe enthalten, von der bekannt ist, dass sie das Virus auf jeden Fall enthält. Wenn der Test den Virus erfolgreich anzeigt, bestätigt dies die Funktionsfähigkeit des Tests.
Negativkontrollen oder Blindproben
Negativkontrollen oder Blindproben hingegen sind Begleitversuche, mit denen überprüft wird, ob ein positives Ergebnis oder ein Nachweis auch tatsächlich ausbleibt, wenn ein bestimmtes Phänomen auch gar nicht auftritt. Sie kontrollieren, dass positive Ergebnisse im Hauptexperiment nicht zufällig durch ganz andere Faktoren ausgelöst werden und so ein falsch- positives Ergebnis auftritt.
Bei der Untersuchung von Zellproben auf Viren könnte eine Negativkontrolle eine Probe sein, von der bekannt ist, dass sie keinen Virus enthält. Wenn diese Probe in dem Test ebenfalls ein positives Ergebnis zeigt, deutet dies darauf hin, dass es möglicherweise unspezifische Reaktionen oder Kontaminationen gibt.