Der Versuchsplan von Labor-Team B wird ein zweites Mal ohne methodische Fehler durchgeführt.
| Ansatz | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stärke-Lösung | 2 mL | 2 mL | 2 mL | 2 mL | 2 mL | 0 mL |
| Lugolsche-Lösung | + | + | + | + | + | + |
| Wasser | - | 0,5 mL | 1 mL | 1,5 mL | 2 mL | 2 mL |
| Amylase-Suspension | 2 mL | 1,5 mL | 1 mL | 0,5 mL | 0 mL | 2 mL |
Es wird dabei auch hier nur eine Stoppuhr verwendet, die nur einmal gestartet wird. Die Reaktionen in den verschiedenen Reagenzgläsern werden dann aber im (einigermaßen) konstanten 15 Sekunden-Takt gestartet. Durch den konstanten Zeitversatz kann man dieses am Ende des Versuchs von den Messwerten zurückrechnen.
Trotz mehrfacher Wiederholungen und methodisch grundsätzlich richtiger Durchführung stellt sich bei diesem Experiment kein voll zufriedenstellendes Ergebnis im Hinblick auf die Hypothesenprüfung ein. Das ist bedauerlich, aber im Rahmen der Forschung eher der Normalfall als die Ausnahme. Im nächste Schritt müsste nun eine Optimierung der Durchführung erfolgen. Z.B. könnte geprüft werden, ob die allmähliche Entfärbung mit einem Fotometer genauer zu quantifizieren ist.
Sollten sich ähnliche Ungenauigkeiten bei der Durchführung von Experimenten im Abitur ergeben, so ist es halt, wie es ist. Auch das kann passieren. Dann sollte das Experiment eben so gut dokumentiert werden, wie es geht und die Ergebnisse soweit gedeutet werden, wie es möglich ist. Anschließend kann genau diese Methodendiskussion erfolgen, nämlich, dass das Experiment zur Prüfung der Hypothese noch nicht voll optimal geeignet ist.